Moabiter Gaunertour

11.30 Uhr, 120 min.
Samstag, 18.07. und 08.08. Anmeldung derzeit erforderlich.
Kriminalgericht Moabit in der Turmstrasse 91
Hauptbahnhof
11

Was machte die Brüder Sass berühmt? Wieso lief man im Zellengefängnis im Dreieck? Und wer lieh sich ein Richtbeil im Museum aus?

Auf unserem Stadtspaziergang beschäftigen wir uns mit einigen bekannten und unbekannten Kriminalfällen und erforschen den Wandel von Strafverfolgung und Strafvollzug in den letzten 150 Jahren. Dabei werden wir auch eine Anleitung zum misslungenen Bankeinbruch und ein Gefängnis von innen kennenlernen.

Kolonialer Wedding

16.30 Uhr, 120 min.
Samstag, 18.07. und 15.08. Anmeldung derzeit erforderlich.
Ecke Samoastraße/Kiautschoustraße
Kameruner Straße
11

Wieso gibt es in Tsingtao noch immer deutsches Bier? Was machte Bismarck in Neuguinea? Wo liegt die Perle der Südsee? Und warum gibt es ein Afrikanisches Viertel in Berlin?

Unser Stadtspaziergang thematisiert vor allem die alltagsgeschichtlichen Ausprägungen des deutschen Kolonialismus im Berliner Norden. Wir erkunden die Kontinuitäten der deutschen Kolonialmedizin, beschäftigen uns mit den zahlreichen kolonialen Gewalttaten und Skandalen und hinterfragen das Traditionsverständnis mancher Berliner Kleingartenvereine. Dabei lernen wir auch eine originelle Methode der Vergangenheitsentsorgung kennen.

Unser Rundgang beginnt an der Ecke Samoastraße/Kiautschoustraße und endet etwa 120 min. später an der Kameruner Straße.

 

Angebote für Gruppen/Schulen

Individuelle Angebote
Ganzjährig
Berliner Alltagsgeschichte
für alle verständlich

Ganzjährige Angebote für Schulen:

- Kreuzberg im Schatten der Mauer

- Revolution 1848 und 1918/19

- Migration und alternative Lebensstile in Berlin

- Ostjüdisches Leben im Scheunenviertel

- Armut, Solidarität und Sozialstaat

- Wohnen, Obdachlosigkeit und Mietkämpfe

- Kolonialgeschichte

- Umweltgeschichte und Nachhaltigkeit

- Protestgeschichte Berlins

- Film- und Kinogeschichte

Wir bieten auch Führungen in Leichter Sprache an.

Wünschen Sie ein individuelles Angebot? Dann rufen Sie uns einfach an oder schreiben uns:

szollhauser@berliner-spurensuche.de

Berliner Protestgeschichte

17.30 Uhr, 120 min.
Dienstag, 21.07. und 11.08. Anmeldung derzeit erforderlich.
nördliche Ecke Ebertstraße/Straße des 17. Juni
Potsdamer Platz
11

Was war die Kartoffelrevolution? Welcher weiße Strich führte ins Gefängnis? Und wie kam es zur größten Massenflucht nach Ost-Berlin?

Unser Stadtspaziergang widmet sich der Berliner Protestgeschichte in den letzten 170 Jahren. Auf den Spuren von Wahlrechtsspaziergängen, proletarischen Anti-Kriegs-Protesten, Hungerrevolten und mutigen Platzbesetzungen begegnen wir den Vorkämpfer_innen für Demokratie, Frieden und soziale Gerechtigkeit. Dabei werden wir uns auch mit den Gründen für Erfolg und Scheitern von großen und kleinen Revolutionen beschäftigen.
Die Tour beginnt an der nördlichen Ecke Ebertstraße/Straße des 17. Juni und endet 2 Stunden später am Potsdamer Platz.
In Kooperation mit:
www.rebellisches-berlin.de

 

 

Koloniales Neukölln

11.30 Uhr, 120 min.
Sonntag, 19.07. Anmeldung derzeit erforderlich.
Ecke Columbiadamm/Lilienthalstraße
Garnisonsfriedhof Neukölln
11

An wen erinnert der “Hererostein”? Wer waren die “treuen Askari” und “Zuaven”? Und wozu dienten koloniale Geiselnahmen?

Unser Rundgang thematisiert vor allem die alltagsgeschichtlichen Ausprägungen des deutschen Kolonialismus in der wachsenden Großstadt Rixdorf/Neukölln. Kolonialkrieg und Zwangsmigration, Rassismus und Welthandel, koloniale Gewalt und ihre Rückwirkungen sind dabei einige Themen, auf deren Spuren wir die Stadt erkunden. Auch die aktuelle Erinnerungskultur und -politik wird uns beschäftigen. Dabei lernen wir auch einen gewissen Wissmann kennen.
Unser Stadtspaziergang startet an der Ecke Lilienthalstraße/Columbiadamm und endet etwa 120 min. später im Garnisonsfriedhof.

Prekäres Berlin

Zur Geschichte von Armut und Solidarität

14.00 Uhr, 120 min.
Samstag, 18.07.20 Anmeldung derzeit erforderlich.
Ecke Bernauer Straße/Ackerstraße
an der Kösliner Straße
11

Wie funktionierte ein Mietstreik? Wo lag die Schrippenkirche? Was ist ein Lausoleum? Und gab es in der Wiesenburg wirklich nur arme Ritter?

Auf unserer Stadttour erkunden wir die Geschichte der Armut im Wedding, begleiten stellungslose Dienstmädchen und bettelnde Kriegsinvaliden, erforschen die stetig wiederkehrende Wohnungsfrage und besuchen ein ehemaliges Obdachlosenasyl. Dabei lernen wir auch verschiedene Protestformen und Eigeninitiativen kennen.

Der Rundgang startet an der Ecke Bernauer Straße/Ackerstraße und endet nach ca. 2 Stunden an der Wiesenstraße.

Scheunenviertel ohne Legenden

17.30 Uhr, 120 min.
Dienstag, 28.07. Anmeldung derzeit erforderlich.
Ecke Weydingerstraße/Kleine Alexanderstraße
Gormannstraße
11

Wozu diente der Auswandererbahnhof Ruhleben? Wo gab es in Berlin ein jiddisches Theater? Und wer initiierte bereits während der Weimarer Republik ein Pogrom im Scheunenviertel?

„Kein Ostjude geht freiwillig nach Berlin“ schrieb Joseph Roth 1927 und meinte damit die vor der antisemitischen Gewalt in Osteuropa geflohenen Juden, die sich häufig im verarmten Scheunenviertel niederließen. Das Viertel südlich der Volksbühne dient seit langem der Mystifizierung des „Berliner Schtetl“. Wir wagen einen Blick hinter die Fassaden und erkunden ostjüdische Lebenswelten zwischen Authentizitätsanspruch und Assimilationsdruck, zwischen Solidarität, Illegalisierung und Gewalt bis zur Vernichtung im Nationalsozialismus. Dabei werden wir manche Fragen aufgreifen, die uns auch in aktuellen Migrationsdebatten begegnen.

Die Tour beginnt an der Ecke Weydingerstraße/Kleine Alexanderstraße und endet etwa 120 min. später in der Gormannstraße.

Sex in the City

Sexualität und Erotik in der Metropole

120 min.
September 2020
Haus der Kulturen der Welt, vor dem Wasserbecken
Reichstag
11

Wofür war die Kroll-Oper berühmt? Wer hatte das Dritte Geschlecht? Was machte die Polunbi? Und wo gab es die größte Dildo-Sammlung der Welt?

Unser Stadtspaziergang widmet sich den Ausprägungen von Sexualität und Erotik vom Kaiserreich bis in die 1960er Jahre. Die Zensurgeschichte des erotischen Films und die Tätigkeit von Magnus Hirschfelds sexualwissenschaftlichem Institut werden uns dabei ebenso beschäftigen wie vielfältige Formen der Prostitution und die erste Homosexuellenbewegung. Auch die besondere Bedeutung von manchen Schüsselanhängern werden wir entschlüsseln.

Der Rundgang beginnt vor dem Haus der Kulturen der Welt und endet etwa 120 min. später in der Nähe des Potsdamer Platzes.

Der Stadtspaziergang eignet sich auch für einen Junggesell*innen-, Junggesellinnen- und Junggesellenabschied.

Vom Pferdekot zum Fahrverbot

120 min.
Premiere im August
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Wo fuhren vor hundert Jahren die ersten Elektrobusse? Wie wurden die Fußgänger von der neuen “Fahrbahn” vertrieben? Und wann gab es den ersten Fahrradplan?

Der Automobilismus ist ein erstaunlich zähes und langlebiges Phänomen in deutschen Großstädten. Wir erkunden den Verlauf der Berliner Automobilkultur und nehmen dabei auch stets die möglichen Alternativen und Widerständigkeiten unter die Lupe: von den frühen Sozialprotesten gegen “Radaufahrer” über die Kämpfe der Siebziger gegen die “autogerechte Stadt” bis hin zur gegenwärtigen Forderung der “Stadt für alle”.

 

 

 

Wohnen und Mietkämpfe

17.30 Uhr, 120 min.
Dienstag, 14.07. Anmeldung derzeit erforderlich.
Ecke Blumenstraße/Andreasstraße
Mariannenplatz
11

Wie organisiert man einen Mietstreik? Was bedeuten Weißer Kreis und Schwarzwohnen? Und wer stoppte die Kahlschlagsanierung?

Wohnen ist ein Menschenrecht. Doch es muss (scheinbar) immer wieder neu erkämpft werden. Wir begleiten die Miet- und Häuserkämpfe der letzten 150 Jahre, thematisieren Zwangsräumungen und Selbsthilfeaktionen, staatliche und genossenschaftliche Initiativen und erkunden verschiedene Wohnformen. Mietskasernen, Sozialer Wohnungsbau, Eigenheimzulage und Mietpreisbindung sind nur einige Stationen unserer historischen Spurensuche. Dabei werden wir auch auf aktuelle Herausforderungen und verweigerte Lernprozesse eingehen.
Der Stadtspaziergang beginnt an der Ecke Blumenstraße/Andreasstraße und endet etwa 2 Stunden später am Kottbusser Tor.

 

Portrait-Henningaktuell

Henning Holsten

Historiker, Ausstellungs- und Filmemacher, ist (leider) nicht mit der Hamburger Großbrauerei verwandt. Gräbt gerne großflächig in seiner Wahlheimat Neukölln und stöbert am liebsten in den Wunder- und Gruselkammern der Historie.

Portrait-Katrin

Kathrin Boy

Politikwissenschaftlerin, arbeitet an der Zukunft, ohne das Vergangene aus den Augen zu verlieren. Interessiert sich für den Protest auf der Straße und organisiert gern.

Portrait-Stefan

Stefan Zollhauser

Historiker und Ausstellungsmacher, neben seiner Arbeit im Museum Schöneberg und am Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße wühlt er gerne in Archiven und interessiert sich für den Alltag gewöhnlicher Leute und manche Abgründigkeiten. Arbeitet am liebsten im Freien und mag keine Monologe.

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Stefan Zollhauser, Wöhlertstraße 10/1B, 10115 Berlin
Mobil: 0176-36 16 12 73
Mail: szollhauser (at) berliner-spurensuche.de
Design & Programmierung: Franziska Parschau


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