Ungebautes Berlin

Gescheiterte Pläne für die Hauptstadt

16.00 Uhr, 120 min
Premiere Samstag, 27.08.16 (keine Verschiebung vorgesehen)
vor der Schweizer Botschaft
Potsdamer Platz
11

Was war die Mauer 2000? Wo lag „Germania“? Wie verhindert man den Bau einer Autobahn? Wo stand das erste Hochhaus? Und gab es in Berlin schon immer Pfusch am Bau?

Unser Stadtspaziergang erkundet die nicht ausgeführten Projekte für die Hauptstadt, angefangen von den Plänen für ein Schwebebahnsystem vor 100 Jahren über die megalomanen NS-Pläne für die Reichshauptstadt „Germania“ bis zur versuchten Humanisierung der Mauer.  Auch die Rolle von Bürgerinitiativen im Kampf gegen Spekulation und eine autogerechte Stadt wird uns beschäftigen. Wir thematisieren die unterschiedlichen Gründe für Scheitern und Nichtverwirklichung und wagen dabei auch einen Blick auf aktuelle Kontroversen.

Unser Stadtspaziergang beginnt vor der Schweizer Botschaft und endet etwa 2 Stunden später am Potsdamer Platz.

 

Scheunenviertel ohne Legenden

17.30 Uhr, 120 min.
Freitag, 26.08.16
Ecke Weydingerstraße/Kleine Alexanderstraße
Oranienburger Straße
11

Was wurde im ersten Jüdischen Museum ausgestellt? Wofür war die Mulackritze berühmt? Warum gab es bereits 1923 ein Pogrom im Scheunenviertel?

„Kein Ostjude geht freiwillig nach Berlin“ schrieb Joseph Roth 1927 und meinte damit die vor der antisemitischen Gewalt in Osteuropa geflohenen Juden, die sich häufig im verarmten Scheunenviertel niederließen. Das Viertel südlich der Volksbühne dient seit langem der Mystifizierung des „Berliner Schtetl“. Wir wagen einen Blick hinter die Fassaden und erkunden ostjüdische Lebenswelten zwischen Authentizitätsanspruch und Assimilationsdruck, zwischen Solidarität, Illegalisierung und Gewalt bis zur Vernichtung im Nationalsozialismus. Dabei werden wir manche Fragen aufgreifen, die uns auch in aktuellen Migrationsdebatten begegnen.

Die Tour beginnt an der Ecke Weydingerstraße/Kleine Alexanderstraße und endet etwa 120 min. später an der Oranienburger Straße.

Angebote für Schulen

Individuelle Angebote
auch in Leichter Sprache
Berliner Alltagsgeschichte
für alle verständlich

Für Schulen bieten wir folgende Touren an:

- Kreuzberg im Schatten der Mauer

- Migration und alternative Lebensstile in Berlin

- Berlin im Kalten Krieg

- Armut und prekäres Überleben

- Kolonialgeschichte Berlins

- Ostjüdisches Leben im Scheunenviertel

- Berliner Filmgeschichte

Wir bieten auch Führungen in Leichter Sprache an.

Wünschen Sie ein individuelles Angebot? Dann rufen Sie uns einfach an oder schreiben uns:

szollhauser@berliner-spurensuche.de

Kolonialer Wedding

18.30 Uhr, 120 min.
Sonntag, 28.08.16
Ecke Samoastraße/Kiautschoustraße
Kameruner Straße
11

Wieso gibt es  in Tsingtao noch immer deutsches Bier? Was machte Bismarck in Neuguinea? Wo liegt die Perle der Südsee? Und warum gibt es ein Afrikanisches Viertel in Berlin?

 

Unser Stadtspaziergang thematisiert vor allem die alltagsgeschichtlichen Ausprägungen des deutschen Kolonialismus im Berliner Norden. Wir erkunden die Kontinuitäten der deutschen Kolonialmedizin, beschäftigen uns mit den zahlreichen kolonialen Gewalttaten und Skandalen und hinterfragen das Traditionsverständnis mancher Berliner Kleingartenvereine. Dabei lernen wir auch eine originelle Methode der Vergangenheitsentsorgung kennen.

Unser Rundgang beginnt an der Ecke Samoastraße/Kiautschoustraße und endet etwa 120 min. später an der Kameruner Straße.

 

Prekäres Berlin

Zur Geschichte von Armut und Solidarität

18.00 Uhr, 120 min
Mittwoch, 14.09.16
Ecke Bernauer Straße/Ackerstraße
an der Kösliner Straße
11

Wie funktionierte ein Mieterstreik? Wo lag die Schrippenkirche? Was ist ein Lausoleum? Und gab es in der Wiesenburg wirklich nur arme Ritter?

Auf unserer Stadttour erkunden wir die Geschichte der Armut im Wedding, begleiten stellungslose Dienstmädchen und bettelnde Kriegsinvaliden, erforschen die stetig wiederkehrende Wohnungsfrage und besuchen ein ehemaliges Obdachlosenasyl. Dabei lernen wir auch verschiedene Protestformen und Eigeninitiativen kennen.

Der Rundgang startet an der Ecke Bernauer Straße /Ackerstraße und endet nach ca. 2 Stunden an der Kösliner Straße.

Koloniales Berlin

quer durch Mitte

18.00 Uhr, 120 min.
Donnerstag, 08.09.16
Ecke Wilhelmstraße / Behrenstraße
Potsdamer Platz
11

Wie kam die Kunst ins Völkerkundemuseum? Wer war Bayume Mohamed Husen? Und was machten die Brandenburger am Strand von Ghana?

 

 

 

 

 

 

Unser Rundgang thematisiert vor allem die alltagsgeschichtlichen Ausprägungen des deutschen Kolonialismus in der Metropole Berlin. Völkerschauen und Sklavenhandel, Rassismus und Exotismus, schwarze Filmstatist*innen und der einzige Weltkriegsgewinner von 1918 sind einige der Themen, auf deren Spuren wir die Stadt erkunden. Auch die aktuelle Erinnerungskultur und -politik wird uns dabei beschäftigen.

Der Stadtrundgang beginnt an der Ecke Wilhelmstrasse/Behrenstrasse und endet etwa 120 min. später am Potsdamer Platz.

Koloniales Neukölln

18.00 Uhr, 120 min
Freitag, 02.09.16
Ecke Columbiadamm/Lilienthalstraße
Hermannplatz
11

Was passierte bei einer “Völkerschau”? Wie kam der Kaffee nach Neukölln? Wozu dienten koloniale Geiselnahmen?

Unser Rundgang thematisiert vor allem die alltagsgeschichtlichen Ausprägungen des deutschen Kolonialismus in der wachsenden Großstadt Rixdorf/Neukölln. Kolonialkrieg und Zwangsmigration, Rassismus und Welthandel, koloniale Gewalt und ihre Rückwirkungen sind dabei einige Themen, auf deren Spuren wir die Stadt erkunden. Auch die aktuelle Erinnerungskultur und -politik wird uns beschäftigen. Dabei lernen wir auch einen gewissen Wissmann kennen.
Unser Stadtspaziergang startet an der Ecke Lilienthalstraße/Columbiadamm und endet etwa 120 min. später am Hermannplatz.

Kreuzberger Gaunertour

18.00 Uhr, 120 min
Mittwoch, 07.09.16
Ecke Lange Straße/Andreasstraße
Lausitzer Platz
11

 

Warum trieben Frauenhände im Luisenstädtischen Kanal? Wer gewann die Schlacht am Schlesischen Bahnhof? Und was sagte Gereon Rath dazu?

Unser Stadtspaziergang folgt den berüchtigten Ringvereinen, befragt einen bekannten Massenmörder und beschäftigt sich mit der politischen Straßengewalt in der Spätphase der Weimarer Republik. Dabei werden wir auch die Bedeutung eines Vogels beim Verhör und die Extravaganzen mancher Hausbesetzer_innen kennenlernen.

Die Tour beginnt an der Ecke Lange Straße/Andreasstraße (Nähe Ostbahnhof) und endet etwa 120 min. später am Lausitzer Platz.

 

Licht ins Dunkel

Das kriminelle Berlin

Freitag, 09.09. 17.30 Uhr
Sonntag, 28.08. 16:00 Uhr
Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91
Hauptbahnhof
11

Was machte der Hauptmann von Köpenick vor dem Kriminalgericht? Wieso lief man im Zellengefängnis im Dreieck? Was machte die Brüder Saß berühmt?

Auf unserem Stadtspaziergang beschäftigen wir uns mit einigen bekannten und unbekannten Kriminalfällen und erforschen den Wandel von Strafverfolgung und Strafvollzug in den letzten 150 Jahren. Dabei werden wir auch eine Anleitung zum misslungenen Bankeinbruch und ein echtes Gefängnis von innen kennenlernen.

Die Tour beginnt vor dem Kriminalgericht in der Turmstrasse in Moabit und endet etwa 120 min. später auf der Nordseite des Hauptbahnhofs.

Sex in the City

Sexualität und Erotik in der Metropole

14.00 Uhr, 120 min.
nach der Sommerpause Mitte September 2016
Haus der Kulturen der Welt, vor dem Wasserbecken
Reichstag
11

Wofür war die Kroll-Oper berühmt? Wer hatte das Dritte Geschlecht? Was machte die Polunbi? Und wo gab es die größte Dildo-Sammlung der Welt?

Unser Stadtspaziergang widmet sich den Ausprägungen von Sexualität und Erotik vom Kaiserreich bis in die 1960er Jahre. Die Zensurgeschichte des erotischen Films und die Tätigkeit von Magnus Hirschfelds sexualwissenschaftlichem Institut werden uns dabei ebenso beschäftigen wie vielfältige Formen der Prostitution und die erste Homosexuellenbewegung. Auch die besondere Bedeutung von manchen Schüsselanhängern werden wir entschlüsseln.

Der Rundgang beginnt vor dem Haus der Kulturen der Welt und endet etwa 120 min. später in der Nähe des Potsdamer Platzes.

Der Stadtspaziergang eignet sich auch für einen Junggesell*innen-, Junggesellinnen- und Junggesellenabschied.

Portrait-Henningaktuell

Henning Holsten

Historiker, Ausstellungs- und Filmemacher, ist (leider) nicht mit der Hamburger Großbrauerei verwandt. Gräbt gerne großflächig in seiner Wahlheimat Neukölln und stöbert am liebsten in den Wunder- und Gruselkammern der Historie.

Portrait-Katrin

Kathrin Boy

Politikwissenschaftlerin, arbeitet an der Zukunft, ohne das Vergangene aus den Augen zu verlieren. Interessiert sich für den Protest auf der Straße und organisiert gern.

Portrait-Stefan

Stefan Zollhauser

Historiker und Medienpädagoge, neben seiner Arbeit im Filmmuseum und am neuen Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße wühlt er gerne in Archiven und interessiert sich für den Alltag  gewöhnlicher Leute und manche Abgründigkeiten. Arbeitet am liebsten im Freien und mag keine Monologe.

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